Wie ist ein Drehmomentschlüssel aufgebaut?

Der Aufbau eines Drehmomentschlüssels ist eigentlich ganz einfach. Er besteht aus einer Knarre mit einem etwas längeren Hebel. Der Hebel ist hohl. Darin befinden sich eine Gewindespindel und eine Feder. Am Ende des Hebels befindet sich ein Griff, der drehbar ist. Wird der Griff im Uhrzeigersinn gedreht, erfolgt mittels der Gewindespindel die Spannung der Feder. Diese drückt den Mitnehmer in der Knarre mit einem gewissen Druck in die Verzahnung. Beim Überschreiten der Federkraft springt der Mitnehmer über. Dann ist das zuvor eingestellte Drehmoment erreicht.

Einige Drehmomentschlüssel können sowohl für Rechts- als auch für Linksgewinde genutzt werden. An der Knarre befindet sich dann ein kleiner Umschalthebel, mit dem die Richtung ganz einfach gewechselt wird. Zudem gibt es Unterschiede bei der Größe des Vierkants zur Aufnahme der Stecknüsse. Kleinere Drehmomentschlüssel, die einen Bereich von bis zu 30 Nm abdecken, sind in der Regel mit einer 1/4-Zoll-Aufnahme ausgestattet. Das entspricht ein Maß von 6,35 Millimetern. Drehmomentschlüssel bis etwa 100 Nm sind mit einer 3/8-Zoll-Aufnahme ausgestattet. Dieses Maß entspricht etwa 9,5 Millimeter. Die gängigsten Drehmomentschlüssel weisen eine 1/2-Zoll-Aufnahme mit einem Maß von 12,7 Millimetern auf. Derartige Drehmomentschlüssel sind für Drehmomente bis etwa 200 Nm nutzbar.

Weitere Unterschiede treten bei den drehbaren Griffen auf. Einfache Drehmomentschlüssel sind mit Griffen aus Metall ausgestattet. Die Skala zur Einstellung des erforderlichen Drehmoments befindet sich am Hebel des Schlüssels. Für gelegentliche Arbeiten, wie beispielsweise der Wechsel von Rädern am Auto, sind solche Schlüssel völlig ausreichend. Wird ein Drehmomentschlüssel intensiv genutzt, sind Modelle mit gepolsterten Handgriffen deutlich besser geeignet. An diesen Drehmomentschlüsseln befinden sich oberhalb des Drehgriffs gut ablesbare Skalen zur Einstellung des Drehmoments.

Bei allen Ausführungen von Drehmomentschlüsseln befinden sich am äußeren Rand des Hebels Kontermuttern zur Fixierung des eingestellten Drehmoments. Da der Handgriff zur Einstellung genutzt wird, besteht die Gefahr, dass sich das Drehmoment bei der Arbeit verstellt. Deshalb ist es auf jeden Fall erforderlich, die Kontermutter festzuziehen.

Es gibt auch Drehmomentschlüssel, die völlig anders aufgebaut sind. An diesen Modellen ist keine Knarrenfunktion vorhanden. Es befindet sich aber auch eine Vierkantaufnahme für die Stecknüsse an einem solchen Drehmomentschlüssel. Der Hebel ist jedoch völlig anders. Er besteht aus Federstahl. Oberhalb der Aufnahme für die Stecknuss befindet sich ein langer Zeiger aus Metall. Dieser ist genauso lang wie der Hebel. Am Ende des Hebels zeigt der Zeiger auf eine etwa halbrund geformte Skala. Beim Anziehen der Schraube wird der Hebel aus Federstahl durch die aufgebrachte Kraft gebogen. Der Zeiger behält seine Position bei. Auf der Skala kann abgelesen werden, über welchem Wert sich der Zeiger befindet. Dieser Wert entspricht dem Drehmoment an der Schraube. Weitere Informationen finden Sie natürlich auf drehmomentschluessel-vergleich.de


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