Wer darf Drehmomentschlüssel prüfen ?

Wer darf Drehmomentschlüsssel prüfenWenn man im Besitz eines Drehmomentschlüssels ist, sollte man ihn auch mal prüfen wie genau er noch ist. Eine Kalibrierung ist dafür die sinnvollste Methode, man muss aber auch abwägen ob es sich noch lohnt, oder ob man nicht gleich ein neues Werkzeug kaufen sollte. Der Vergleich mit einem anderen Drehmomentschlüssel ist nicht sehr ratsam, da es bei dieser Methode zu groben Abweichungen kommen kann und das nicht sehr hilfreich ist. Wenn man die Überprüfung aber schon selber durchführt, dann sollte man auch bei unterschiedlichen Drehmomenten testen, 160Mn sind anders als 60Mn. Man muss sich eines merken, alle Schrauben muss man nach einer gewissen Zeit anziehen beziehungsweise nachziehen. Wenn eine Schraube nicht mehr Festsitzt könnte das zu Schlimmen Auswirkungen führen.

Die Ungenausten Drehmomentschlüssel die es gibt sind Schlagschrauber, diese verändern den Anzugsmoment je nach Luftvolumen und Luftdruck. Wer einen Syntace Schlüssel besitzt, kann diesen direkt beim Hersteller für nur 20 € kalibrieren lassen. Würth bietet den gleichen Service an, allerdings ist die Preisspanne 20-40 € größer. Es gibt sogar Hersteller (Rahsol und Heizet) die eine kostenlose Kalibrierung durchführen. Herstellerfirmen appellieren an eine jährliche Kalibrierung, da Abweichungen enorme Schäden anrichten können. Eine Studie ergab, dass alle Drehmomentschlüssel bei der ersten Kalibrierung eine große Abweichung von der Toleranz haben. Die Toleranz beträgt 4%. Seit diesem Ergebnis hat die Dekra eine Prüfmittelüberwachung eingerichtet. Damit alles genau und Präzise ist. Dekra verfügt auch über eine Spezielle Kalibrieranlage. Dort kann man alle herkömmlichen Drehmomentschlüssel kalibrieren lassen.

Es besteht sogar die Möglichkeit Drehmomentsensoren und Drehmomentschrauber auf dieser Anlage kalibrieren zu lassen. Die Anlage hat einen Messbereich von 0,1 NM – 1000 Nm. Die Messunsicherheit beträgt gerade einmal 0,5 %. Die Dekra hat sich für jeden Fall gerüstet und deshalb sich eine Prüfanlage für die Kalibrierung der großen Drehmomentschlüssel gekauft. Mit dieser Anlage kann man die Drehmomentschlüssel bis zu 3000 Nm kalibrieren. Die Mitarbeiter sind speziell auf diese Anlage geschult und sind vertraut mit der Bedienung. Wenn ein Drehmomentschlüssel eine starke Erschütterung erlitten hat oder relativ hohe Temperaturschwankungen ausgesetzt war, dann muss man ihm unbedingt kalibrieren lassen. Die Meisten Hersteller führen die Kalibrierung nach der DDIN durch, diese ist sehr genau und wird von einer speziellen Software gesteuert. Die Daraus resultierenden Messdaten werden online verarbeitet und bleiben gespeichert.

Für den Drehmomentschlüssel erhält man dann ein Kalibrierschein. Oft werben die Hersteller mit einer schnellen Kalibrierung vor Ort, im Falle einer Reparatur würde man dann ein Leihgerät erhalten. Manche Unternehmen erlassen dann einem den Versand. Einen Drehmomentschlüssel zu kalibrieren ist nicht einfach, für eine präzise Kalibrierung benötigt man Prüfwerkzeug, dies ist sehr teuer. Oftmals ist eine Neuanschaffung sinnvoller als eine Kalibrierung. Wirklich teure Drehmomentschlüssel die in der Industrie und in Werkstätten zum Einsatz kommen, sollten regelmäßig kalibriert werden. Entweder nach 3 Jahren oder nach circa 5000 Nutzungen. Bei Privaten Heimwerker ist die Frist nicht so genau einzuhalten. Mehr Infos auf drehmomentschluessel-vergleich.de

 


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